Eignen sich USB Sticks als Backup Medium?
Januar 4th, 2008 von
admin
USB-Sticks wurden von Beginn an dazu vorgesehen Daten zu tauschen, etwa vom Arbeitsplatzrechner zum Privat-PC. USB-Sticks sind sehr gĂŒnstige DatentrĂ€ger, der Flashspeicher ist allerdings nicht dazu gedacht Daten ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum zu speichern. Einige namhafte Hersteller geben zwar eine Data Retention von 10 Jahren an, eine groĂ angelegte Studie zur fehlerlosen Datenhaltung auf USB-Sticks gibt es noch nicht. Das liegt auch daran, dass USB-Sticks erst in den letzten Jahren auf den Markt kamen und erst seit kurzer Zeit ausreichend SpeicherkapazitĂ€t mit sich bringen um sie als Backup Medium in Betracht ziehen zu können.
Das macht USB-Sticks schonmal eher bedenklich, zu mindest zur Langzeitarchivierung. Doch bei den Speichersticks kommen noch ganz andere Probleme dazu: Sie sind klein. Und zwar so klein, dass sie gerne mit auf Reisen genommen werden - in der Hosentasche, in der Hemdtasche oder sogar als SchlĂŒsselanhĂ€nger. Zwar sind die meisten Sticks auch sehr robust gegenĂŒber ErschĂŒtterungen, aber einen Schleudergang in der Waschmaschine halten auch die hochwertigsten Sticks nicht aus. Daher sollte man sich sehr gut ĂŒberlegen, ob man seinen Stick mit auf Reisen nimmt. Die kleine Bauweise trĂ€gt auch noch hĂ€ufig dazu bei, dass USB-Sticks einfach verloren werden - oder geklaut.
Ich empfehle niemanden USB-Sticks alleine als Backupmedium einzusetzen. Wenn, dann nur in Verbindung mit einem anderen Backup Medium.
Gerade via Golem auf SammelSchrott gelesen:
Die Nachteile daran das die Hardware dabei irgendwie immer kleiner wird und mehr Leistung mit sich bringt scheint niemand zu bedenken. Was beispielsweise bringt mir eine 10 TB Festplatte mehr als vier 2,5 TB Festplatten […] ? Genau, bei einem Defekt gerne mal den bis zu vierfachen Datenverlust.
…wahre Worte!
Geschrieben in Backup-Medien |
Januar 5th, 2008 um 09:29
Nun am wichtigsten ist die richtige Backup-Strategie, und eben diese muss auch die Möglichkeit berĂŒcksichtigen das der DatentrĂ€ger ausfĂ€llt, warum dann nicht auch mit Flash-Speicher sichern können.
Ich habe ĂŒbrigens bereits einen unfreiwilligen Test von zwei verschiedenen USB Flash-Speichern gemacht. 40°C mit Schleudergang und Trockner unbeschadet ĂŒberlebt! Der erste wurde gerade etwa ein Jahr spĂ€ter defekt, der andere lĂ€uft. (PowerRAM, No Name)
Der Flash-Speicher hat viel Sympathie - keine Frage; aber auch DVD-RAM ist eine gute Lösung. LTO kann sich nicht jeder leisten, DLT sind gĂŒnstiger.
Also ist die Frage eher, zu welche Art von Backup-Strategie sind USB Flashspeicher geignet?
Ich sage definitiv - JA.
Januar 5th, 2008 um 14:31
Hi Nox,
natĂŒrlich muss eine Datensicherungsstrategie immer einen möglichen Ausfall des Sicherungsmediums miteinbeziehen.
Sicher sollte man seine Daten nicht einem einzelnen Backupmedium anvertrauen.
Ich bin mir sicher, dass du dich auch erstmal erschrocken hast als du die USB Sticks aus dem Trockner gefischt hast
Und es lieber kein zweites mal riskieren möchtest *g*
Ich bleibe allerdings dabei: USB-Sticks zum Datenaustausch und nicht als (einziges) Backup-Medium.
Januar 7th, 2008 um 08:12
Flash hĂ€lt die Informationen nur begrenzte Zeit - und ist damit ganz sicher nicht als Backupmedium geeignet. In der mobilen Anwendung ist ein Killer ionisierende Strahlung wie sie z.B. am Flughafen bei der GepĂ€ckkontrolle anzutreffen ist. In einem persönlichen 2-Jahres Vergleich haben Sticks, die regelmĂ€Ăig Röntgenstrahlung ausgetsetzt waren eine 400-fach höhere Ausfallwahrscheinlichkeit. Sicher nicht reprĂ€sentativ, aber ein deutlicher Trend.